Sonntag, 31. Dezember 2017

[Rezension] Illuminae: Die Illuminae Akten_01

Quelle

Autoren: Amie Kaufmann, Jay Kristoff
Titel: Illuminae - Die Illuminae Akten_01
Originaltitel: Illuminae - The Illuminae Files_01
Hardcover (599 Seiten)
Verlag: dtv
Preis: 19,95€

Inhalt:
Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.
(Quelle: DTV)

Meine Meinung:
Wenn die Leserunde nicht gewesen wäre, hätte ich dieses Buch wohl nie oder erst sehr viel später gelesen, da ich normaler Weise keine Bücher aus diesem Genre lese. Ich bin allerdings sehr froh, dass ich das Buch doch gelesen habe, da es wirklich sehr viel Spaß gemacht hat das Buch mit anderen Leuten zusammen zu lesen und es auch sonst sehr gut ist.

Die Geschichte beginnt 2575 auf Kerenza IV - einem Planeten auf dem illegal Hermium abgebaut wird. Der Planet wird von einer Flotte von Kriegs-(Raum)schiffen der Firma BeiTech angegriffen und die Überlebenden fliehen auf mehreren Schiffen, die den Hilferuf des Planeten vernommen haben. So beginnt das 'Abenteuer' der Flüchtigen, das viele Strapazen mit sich bringt.

Das Buch befasst sich vor allem mit der Flucht von Kerenza IV bis zum Sprungtor Heimdall und fokussiert sich auf die Schicksale von Ezra und Kady - die beide auf dem Planeten Kerenza IV aufgewachsen sind und sich erst vor Kurzem getrennt haben -, wodurch man auch Vermutungen aufstellen kann, von wem die Dokumente und weiteren Informationen sind.

Der Schreibstil, bzw. die Erzählweise die gewählt wurde, ist sehr besonders, da es sich nicht um einen flüssigen Text handelt, sondern um verschiedene Quellen. So gibt es zum Beispiel Ausschnitte aus Chats, E-Mails, in/offizielle Dokumente und viele weitere Erzählweisen. Auf diese Weise können viel mehr Informationen und Figuren in die Geschichte einfließen und man hat als Leser sowohl das Gefühl, dass man mehr weiß als sonst, als auch das Gefühl weniger zu wissen, da auf diese Weise die Gefühle der Figuren nicht so rüberkommen wie in anderen Geschichten, aber mehr Fakten geliefert werden können. Gegen Ende des Buches lässt die Varietät der Quellenarten nach und es wird vor allem aus einer Sicht erzählt, was allerdings auch daran liegt, dass sich die Ereignisse so zu spitzen, dass andere Quellenarten nicht logisch wären.

Durch die Erzählweise wird zwar möglich mehr Figuren vorzustellen und die Geschichte auf eine andere Art und Weise darzustellen, allerdings ist es dadurch auch schwieriger sich den Figuren nahe zu fühlen. In einigen Quellenarten ist es immer noch sehr gut möglich sich in die Figuren hinein zu versetzen, andere eignen sich hierfür allerdings nicht. Ezra und Kady allerdings kann man etwas näher kennen lerne (und AIDAN eigentlich auch, aber den lassen wir vielleicht lieber außen vor, der ist schließlich eine Klasse für sich).
Die Beziehung zwischen den beiden Figuren ist anders als in anderen Geschichten. Nicht nur haben sie die beiden eigentlich voneinander getrennt, sondern sie kannten sich schon vorher und haben sich nicht erst im Buch kennengelernt und ineinander verliebt. Auf diese Weise kann man sich zwar nicht zusammen mit ihnen verlieben und die Verliebtheit nachvollziehen, stattdessen wird es allerdings etwas realistischer, was die beiden voneinander verlangen. Sie kennen sich und können sich daher gegenseitig vertrauen, wenn sie sich erst vor kurzem kennen gelernt hätten wäre dies eher unrealistisch.
Die beiden Figuren haben ein wenig Klischeehaftes an sich, allerdings nicht zu sehr. Kady ist zwar eine starke Figur, wie sie mehreren Geschichten dargestellt wird (oder zumindest versucht wird darzustellen), aber es wirkt irgendwie nicht so gezwungen. Es ist zwar nicht immer so realistisch, dass sie sich so verhält wie sich verhält, aber wenn man bedenkt, in welcher Situation sie sich befindet und was sie alles durchgemacht hat, ist es doch irgendwie ein wenig verständlich. Ich finde es wirklich interessant, wie die beiden Autoren es geschafft haben sowohl Kady als auch Ezra und ein paar anderen Figuren Charakter zu geben, obwohl sie so eine alternative Erzählperspektive gewählt haben. Das Ende war recht offen und ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird.

Cover:
Der Schutzumschlag ist - was man auf den Bilder im Internet eher schlecht erkennen kann - ziemlich durchscheinend und gewährt schon einen Blick auf die äußere Gestaltung des Buches. Der Schutzumschlag an sich ist eher Schlicht, doch unter diesem ist das Buch voller Text. Ein paar durchsichtige Stellen auf dem Umschlag geben Blick auf wichtige Textstellen auf dem Buch. Eine sehr interessante Gestaltung.

Fazit:
Eine Geschichte mit Potenzial und einem alternativen Schreibstil.

4,5 von 5 Herzen

Marianne
(Ich bin wie immer gespannt, wie ihr die Rezension und/oder das Buch findet.)

Vielen Dank an das Team vom DTV für das Bereitstellen der Leseexemplare für unsere Leserunde.

P.S. Cover und Inhaltsangabe sind von der Seite des Verlages "DTV", die Quelle ist angegeben. Die Seite wurde am 25.12.2017 geöffnet.

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